, Frefel Adrian

Oberland schafft den Befreiungsschlag

Handball Züri Oberland vs SG Dietikon-Urdorf 31:20 (13:9)

Am gestrigen Samstagabend kam es zum Kellerduell mit der SG Dietikon-Urdorf. Beide Mannschaften hatten erst einen Punkt in der bisherigen Saison einfahren können, somit würde das Spiel richtungsweisend werden. Die Oberländer waren ab Minute 1 wach und übernahmen sofort das Spieldiktat. Die starke Anfangsphase konnte zwar nicht über das gesamte Spiel hinweg durchgezogen werden, jedoch wahrten die Oberländer ab Minute 6 den vier Tore Abstand kontinuierlich. Nach dem Seitenwechsel schwanden die Kräfte bei den Gästen merklich. Dies ermöglichte es den Oberländern ihre Schnelligkeit im vollem Masse auszuschöpfen. Am Ende steht ein deutlicher 31:20 (13:9) Sieg auf der Anzeigetafel.

1. Halbzeit: Oberland mit starkem beginn

Die Oberländer starteten mit viel Motivation und Selbstvertrauen in die Partie. Die Defensive stand stabil und im Angriff liess man den Ball schnell durch die eigenen Reihen zirkulieren. Entsprechend verlief auch die Partie. Die Oberländer setzten sich ab und bis zur 12. Spielminute hatten sie sich einen 5 Tore Vorsprung erarbeitet. Hier zog Gästetrainer Stefan Galli auch sein Time-Out und stellte seine Mannschaft neu auf. In den darauffolgenden Minuten schmolz der Vorsprung wieder und dies, weil die Oberländer jetzt zu fahrlässig mit ihren Chancen umgingen. So sah auch Headcoach Bunjak sich gezwungen sein Time-Out zu nehmen. Auch dieses zeigte Wirkung und bis zur Pause konnten die Oberländer ihren Vorsprung wieder vergrössern. So konnten die Gastgeber mit einem 13:9 in die Kabine gehen.

2. Halbzeit: Oberland nutzt den Kräfteverlust bei den Gästen

Der Start in die zweite Halbzeit verlief wie zu Beginn der Partie. Die Oberländer wollten bereits jetzt die Vorentscheidung erzwingen. Dies gelang jedoch nur bedingt, in der Defensive hatte man erneut Probleme mit den zwei schnellen und wendigen Spielmachern der Gastgeber. Dies endete in 2 Minuten Strafen, welche die Oberländer daran hinderten, davonzuziehen. Erst als bei den Gastgebern immer mehr die Kräfte schwanden setzten sich die Oberländer immer weiter ab. Erstmals in dieser Saison konnte man die Gegenstösse regelmässig fahren und vergrössterte so den Vorsprung immer mehr. Am Ende verwalten die Oberländer ihren Vorsprung routiniert und feierten am Ende ihren 1. Saisonsieg. Endresultat 31:20 für die Oberländer.

Fazit:

Der Punktegewinn heute war extrem wichtig. Die Oberländer halten somit Anschluss zum Mittelfeld der Liga. Die Mannschaft findet sich langsam. Immer mehr Abläufe greifen ineinander und das Spielverständnis füreinander wächst. Dies zeigt sich auch in der Anzahl technischer Fehler, welche im gestrigen Spiel erstmals einstellig ausfiel. Der positive Trend muss nun fortgesetzt werden. Den Oberländern bleiben zwei Trainingseinheiten, um sich in der kommenden Woche auf den TV Unterstrass vorzubereiten. Ein Punktegewinn in Zürich liegt absolut im Bereich des Möglichen, muss sich jedoch mit einer fehlerfreien und aufopfernden Leistung erkämpft werden.